Jakobs | Guilleaume - Widerruf Darlehnsverträge
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Jakobs | Guilleaume - Widerruf Darlehnsverträge

Widerruf von Darlehensverträgen

In Zeiten historisch niedriger Zinsen ärgern sich viele Kreditnehmer über ihre hohe Zinsbelastung und wünschten, Ihren Kreditvertrag rückgängig machen und zu neuen Konditionen abschließen zu können.

Wer seinen Kredit vor Auslaufen der Zinsbindung ablösen oder umschulden will, muss seinem Kreditinstitut allerdings zumeist eine nicht unerhebliche Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.

Diese, vom Kreditnehmer nicht gewünschte Folge, kann aber in vielen Fällen durch das im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankerte Widerrufsrecht vermieden werden. Wurde nämlich keine oder eine unrichtige Widerrufsbelehrung erteilt – was sehr häufig der Fall ist – beginnt die Frist für den Widerruf nicht zu laufen, so dass der Widerruf auch noch nach Ablauf der im Darlehensvertrag vorgesehenen Frist widerrufen werden kann. Verbraucherschützer sprechen insoweit vom „ewigen Widerrufsrecht“.

Eine unrichtige Widerrufsbelehrung (nachteilige Regelungen für den Verbraucher) liegt häufig in der Formulierung zum Beginn der Widerrufsfrist, beispielsweise:

„Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.“

„Der Lauf der Frist für den Widerruf beginnt einen Tag, nachdem Ihnen

  • ein Exemplar dieser Widerrufsbelehrung
  • die Vertragsurkunde, der schriftliche Vertragsantrag oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Vertragsantrags

zur Verfügung gestellt wurde.“

Entspricht die Widerrufsbelehrung jedoch dem zum Zeitpunkt des Abschlusses des Darlehensvertrages gültigen Muster der BGB-Informationspflichten-Verordnung kann sich das Kreditinstitut laut Entscheidungen des Bundesgerichtshofes auf dessen Schutzwirkung berufen. Wurde die Musterbelehrung nicht verwandt oder verändert, kann sich das Kreditinstitut hingegen nicht auf die gesetzliche Schutzwirkung der Musterwiderrufsbelehrung berufen.

Als Folge des wirksam erklärten Widerrufs muss der Darlehensnehmer den Nettokreditbetrag (ohne Disagio) sowie den marktüblichen Zins für die Zeit der Kapitalnutzung zurückzahlen. Das Kreditinstitut ist verpflichtet, dem Darlehensnehmer, die von diesem gezahlten Leistungsraten (Zins und Tilgung) und eine darauf berechnete Nutzungsentschädigung zu zahlen.

Ein Anspruch der Bank auf Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung oder Zahlung anderer Entgelte (z.B. Bearbeitungsgebühren) besteht im Fall des wirksam erklärten Widerrufs nicht.

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Sofern Sie „Ihren Fall“ und die Möglichkeit des Widerrufs Ihres Darlehensvertrages überprüfen lassen möchten bietet JAKOBS | GUILLEAUME Rechtsanwälte Partnerschaft Ihnen einen kostenfreien Erstcheck an, in dem auch über die Höhe eventueller Kosten informiert wird. Bei Interesse füllen Sie bitte den anliegenden Fragebogen aus und senden diesen per E-Mail, Fax oder per Post zurück. Eine außergerichtliche Interessenvertretung einschließlich der Begleitung etwaiger Neuverhandlungen bieten wir zu einem günstigen Honorar nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) an.